Farbenfroh und in verschiedenen, teils bizarren Formen verschönern Zierkürbisse den Herbst. Sie werden eigens für Dekorationszwecken gezüchtet und die meisten sind für den Verzehr nicht geeignet, viele davon sogar giftig.
Egal, ob roh oder gekocht – Zierkürbis sollte man auf keinen Fall essen. Du riskierst im schlimmsten Fall eine Lebensmittelvergiftung, die in tragischen Fällen sogar bis zum Tod führen kann. Grund dafür ist in den Zierkürbissen der Bitterstoff Cucurbitacin. Dieser löst starke Übelkeit, Durchfall und Erbrechen aus. Optisch sind Zierkürbisse nicht immer eindeutig zu unterscheiden. In der Regel sind sie kleiner, weisen ungewöhnliche Farben und Formen auf, da sie rein zu dekorativen Zwecken gezüchtet werden und die Schale ist deutlich härter als von Speisekürbis. Ob ein Kürbis essbar ist, lässt sich im Zweifel durch eine Geschmacksprobe überprüfen. Schmeckt das Innere bitter, sollte man es auf keinen Fall essen.
Jedoch werden einige Speisekürbisse ebenfalls gern als Deko verwendet. Darunter fallen zum Beispiel die essbaren Patisson-Kürbisse, Miss Sophie oder Turban Kürbisse. Turban Kürbisse, besser bekannt als Bischofsmütze sind wegen ihrer turbanähnlichen Form sehr dekorativ. Es gibt die orangefarbenen Früchte mit weiß-grünen Sprenkeln oder mit Warzen. Letztes Jahr habe ich die Miss Sophie entdeckt, ein handlicher Kürbis mit rosafarbener Schale, der sich wunderbar zur Deko eignet. Doch der Kürbis ist essbar, sein gelbes feinkörniges Fruchtfleisch hat einen leicht nussigen Geschmack und eignet sich perfekt für Suppen oder als Püree.
Die weißen Minikürbisse Baby-Boo sind besonders hübsche Exemplare zur Dekoration. In vielen Artikeln kann man lesen, dass sie zum Verzehr geeignet sind und sogar sehr lecker schmecken. Auf Nachfrage bei meinem Kürbishof bekam ich die Aussage, dass sie nicht zum Verzehr geeignet sind, doch als Herbstdeko sehen sie doch wunderschön aus. Ab September gibt es kein Halten mehr und mit Kürbissen wird im Haus und auf meiner Terrasse dekoriert. Mein selbstgebastelter Kürbis aus Papierdraht passt sehr gut zu der Ansammlung an weißen Kürbissen. Schnell gemacht und ein kleiner Hingucker. Dafür habe ich Papierdraht um eine Papprolle gewickelt – solange bis die gewünschte Größe erreicht ist. Nachdem genügend Draht um die Rolle gewickelt wurde, ziehe ich den Draht vorsichtig von der Rolle und ziehe das Ende des Drahtes in der Mitte straff zusammen. Verteile den Draht gleichmäßig, sodass eine runde Kürbisform entsteht. Zum Schluss wird ein dünnes Holzstück in die Mitte als „Kürbisstiel“ eingesetzt. Am besten mit einem Tropfen Heißkleber fixieren. Fertig ist der Kürbis aus Papierdraht. Viel Spaß beim Basteln und Dekorieren!